2. Türchen
Ein Mensch wie ich ....
Gespräch mit Ulrike, acht Jahre alt. Es geht um Weihnachten. "Was ist denn so besonders an Weihnachten?" fragt sie mich. Ich gucke fragend und antworte dann: "Daß Gott ein Mensch wird." - Ulrike scheint zufrieden. Sie denkt nach, kaut auf ihrer Unterlippe und fragt dann erneut: "Was für ein Mensch wird Gott denn? Wird er so wie Du oder wie ich? Wird er ein Kind oder ein Erwachsener? Oder wird er gar ein Neger?" Solche Fragen hatte ich mir noch nie gestellt. Dabei scheinen sie mir wichtig zu sein: An welchem Menschenbild hat sich Gott orientiert? Ist Jesus ein Mensch, wie ich es bin? Oder ist er doch der besondere, der außergewöhnliche Mensch, der ich werden soll? Das Kind, das Maria im Stall von Bethlehem zur Welt bringt, ist Gottes Bild vom Menschen: Ein Mensch, der das Leben noch vor sich hat. Ein Mensch, der nicht gebunden ist durch seine Geschichte. Ein Mensch, der etwas in Bewegung bringt, durch den ein Leben möglich wird, das an der Angst vor so vielem nicht zerbricht. Manchmal ein Kind, bisweilen ein Erwachsener, auch ein Afrikaner. Und - auch das ist möglich: ein Mensch wie Du und ich.
Gespräch mit Ulrike, acht Jahre alt. Es geht um Weihnachten. "Was ist denn so besonders an Weihnachten?" fragt sie mich. Ich gucke fragend und antworte dann: "Daß Gott ein Mensch wird." - Ulrike scheint zufrieden. Sie denkt nach, kaut auf ihrer Unterlippe und fragt dann erneut: "Was für ein Mensch wird Gott denn? Wird er so wie Du oder wie ich? Wird er ein Kind oder ein Erwachsener? Oder wird er gar ein Neger?" Solche Fragen hatte ich mir noch nie gestellt. Dabei scheinen sie mir wichtig zu sein: An welchem Menschenbild hat sich Gott orientiert? Ist Jesus ein Mensch, wie ich es bin? Oder ist er doch der besondere, der außergewöhnliche Mensch, der ich werden soll? Das Kind, das Maria im Stall von Bethlehem zur Welt bringt, ist Gottes Bild vom Menschen: Ein Mensch, der das Leben noch vor sich hat. Ein Mensch, der nicht gebunden ist durch seine Geschichte. Ein Mensch, der etwas in Bewegung bringt, durch den ein Leben möglich wird, das an der Angst vor so vielem nicht zerbricht. Manchmal ein Kind, bisweilen ein Erwachsener, auch ein Afrikaner. Und - auch das ist möglich: ein Mensch wie Du und ich.
Liane77 - 2. Dez, 12:14
