Nikolaus
Und, hat der Nikolaus euch auch was in den Stiefel getan?
Heute hab ich wieder eine Geschichte aus dem kleinen Büchlein:
Das Nikolaus-Spiel
"Spielst Du mit mir Nikolaus?" Mein Erstaunen war echt. Denn als Ulrike mit dieser Frage zu mir kam, schrieben wir den 6. August. "Aber das hat doch noch ein Weilchen Zeit" war meine für mich plausible Antwort. Doch Ulrike gab nicht auf. "Och, spiel doch mit mir Nikolaus, bitte!" "Nun gut", lenkte ich ein, "was muss ich denn da tun?" "Gar nichts.". sagte Ulrike. "Gar nichts. Du schließt die Augen und tust so, als ob Du schläfst. Und wenn ich Dich anstoße, dann machst Du die Augen auf, um nachzusehen, was anders ist als vorher. Wenn Du es errätst, bist Du der Nikolaus." Die Veränderungen waren leicht zu erraten: mal war es eine Blume, die vor mir lag, mal ein Stuhl, der nun an anderer Stelle stand, und ein anderes Mal ein roter Punkt, den sich Ulrike auf die Nase gemalt hatte. Ich ließ mir Zeit beim Raten. Und Ulrike juchzte vor Vergnügen, wenn ich danebentippte. Sie strahlte. Und als wir schließlich aufhörten, sagte sie noch: "Gell, das Nikolaus-Spiel ist ein schönes Spiel."
Worum ging es in diesem Spiel? Nun, vielleicht darum: einen Blick zu bekommen für das, was den Alltag verändert. Auch dann, wenn es ganz klein ist. So wird jeder Tag ein Nikolaustag.
Heute hab ich wieder eine Geschichte aus dem kleinen Büchlein:
Das Nikolaus-Spiel
"Spielst Du mit mir Nikolaus?" Mein Erstaunen war echt. Denn als Ulrike mit dieser Frage zu mir kam, schrieben wir den 6. August. "Aber das hat doch noch ein Weilchen Zeit" war meine für mich plausible Antwort. Doch Ulrike gab nicht auf. "Och, spiel doch mit mir Nikolaus, bitte!" "Nun gut", lenkte ich ein, "was muss ich denn da tun?" "Gar nichts.". sagte Ulrike. "Gar nichts. Du schließt die Augen und tust so, als ob Du schläfst. Und wenn ich Dich anstoße, dann machst Du die Augen auf, um nachzusehen, was anders ist als vorher. Wenn Du es errätst, bist Du der Nikolaus." Die Veränderungen waren leicht zu erraten: mal war es eine Blume, die vor mir lag, mal ein Stuhl, der nun an anderer Stelle stand, und ein anderes Mal ein roter Punkt, den sich Ulrike auf die Nase gemalt hatte. Ich ließ mir Zeit beim Raten. Und Ulrike juchzte vor Vergnügen, wenn ich danebentippte. Sie strahlte. Und als wir schließlich aufhörten, sagte sie noch: "Gell, das Nikolaus-Spiel ist ein schönes Spiel."
Worum ging es in diesem Spiel? Nun, vielleicht darum: einen Blick zu bekommen für das, was den Alltag verändert. Auch dann, wenn es ganz klein ist. So wird jeder Tag ein Nikolaustag.
Liane77 - 6. Dez, 12:12
